3. Darlegung der Leitfrage und der Hypothesen

Laut Rahmenlehrplan sollen die Lernenden während ihrer Schulausbildung auf die Anforderungen eines Hochschulstudiums oder einer beruflichen Ausbildung vorbereitet werden [Se06]. In vielerlei Hinsicht geschieht dies bereits. Allerdings ist es nicht mehr nur die Grundaufgabe der Arbeit der Lehrenden, umfassendes Fachwissen zu vermitteln. Vielmehr geht es darum, eine Möglichkeit zu schaffen, die Lernenden für zukünftige Anforderungen gezielt zu stärken, um sie zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen.

Eine Förderung von personalen Kompetenzen gewinnt somit immer mehr an Bedeutung, da sich diese auf die gesamte Lebenszeit eines Menschen auswirkt [De05] und als „Erziehungsauftrag der Schule“ bezeichnet wird [Cz04]. Um dieser Bedeutung der personalen Kompetenz Rechnung zu tragen, erfolgt eine Überprüfung der folgenden Leitfrage und Hypothesen:

Leitfrage: Wie lassen sich personale Kompetenzen im Unterricht fördern?

H1: Eine prozessorientierte Auseinandersetzung mit Einschätzungsbögen im Rahmen der Unterrichtssequenz trägt zur Förderung der Selbstreflexion über die Dimensionen der personalen Kompetenz bei.

H2: Ein schülerorientiert ausgerichteter Inhalt trägt dazu bei, dass die Lernenden über ihre Identität reflektieren und dabei die Selbststeuerung bewusst beeinflusst wird.

Zur Überprüfung des Geltungsanspruchs meiner Hypothesen setzte ich u. a. das folgende Kompetenzraster als Diagnoseinstrument ein.

Kompetenzraster der personalen KompetenzAbb.: Kompetenzraster der personalen Kompetenz

Eine höhere Einschätzung durch die Lehrkraft am Ende der Unterrichtssequenz geht nicht zwingendermaßen mit einer Progression einher. Die Einschätzung der Kompetenzen weist in vielerlei Hinsicht Fehler (Folgefehler, Sympathien, Voreinstellungen etc.) auf. Diese Auswertung gibt also keine reliablen und validen Auskünfte über eine Förderung der personalen Kompetenz. Erst eine zusätzliche Auswertung anhand von Selbst- und Fremdeinschätzungsbögen zeigt, inwiefern eine individuelle Kompetenzentwicklung in den einzelnen Dimensionen angenommen werden kann. Ein wichtiges Kriterium ist hier eine reflektierte Begründung, die keine Widersprüche enthält, Bezug zu den Erfahrungen aufweist und ein Problembewusstsein mit einer offenen Darlegung der Stärken und Schwächen aufzeigt. Die Wahl fiel dabei bewusst auf eine Anzahl von Einschätzungsbögen, die auch im Laufe des Prozesses eingesetzt werden und diesen somit auch beeinflussen. Am Ende der Unterrichtssequenz kann aus ihnen das Gesamtbild der Kompetenzentwicklung abgeleitet werden und darüber hinaus wurden sie zur Überprüfung der Hypothesen herangezogen.

Advertisements

Mit Tag(s) versehen: , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: